Berechnung von Wärmewerten

Wie berechnet man Dämmwerte?

Der ƛ-Wert oder Lambda-Wert misst die Wärmeleitfähigkeit von Materialien. Er wird auch als Wärmeleitkoeffizient bezeichnet. Eine hohe Wärmeleitfähigkeit bzw. ein hoher ƛ-Wert ist ungünstig, wenn es um die Dämmung geht; wenn ein Material Wärme gut leitet, geht viel Wärme durch dieses Material verloren. Wir sprechen von „Dämmmaterial“, wenn der ƛ-Wert kleiner oder gleich 0,065 W/mK ist.

Der ƛ-Wert wird zur Berechnung des R-Werts und des U-Werts herangezogen und bildet somit auch die Grundlage für den K-Wert.

R-Wert

Der R-Wert oder Wärmedurchlasswiderstand gibt an, wie gut ein bestimmtes Material Wärme speichert. Je höher der R-Wert, desto besser dämmt das Material. Zur Berechnung des R-Werts wird die folgende Formel verwendet:

R-Wert = Dicke der Dämmung / ƛ-Wert

Ein Beispiel: 10 cm Dämmmaterial mit einem ƛ-Wert von 0,05 W/mK ergeben einen R-Wert von 2 m2K/W.

Je besser das Dämmmaterial (niedrigerer ƛ-Wert), desto dünner muss die Dämmschicht sein, um das gleiche Ergebnis bei der Wärmedämmung zu erzielen.


U-Wert

Der U-Wert oder Wärmedurchgangskoeffizient ist das Gegenteil des R-Werts:

U = 1/R.
Ein R-Wert von 2 entspricht einem U-Wert von 1/2 = 0,5.

Wenn der R-Wert eines Materials nicht bekannt ist, kann der U-Wert mithilfe des ƛ-Werts berechnet werden. Für diese Berechnungen wird die folgende Formel verwendet:

U-Wert = ƛ-Wert / Dicke der Dämmung

Der Lambda-Wert wird in W/mK angegeben, während die Dicke der Dämmung in m ausgedrückt wird. Der Quotient aus diesen beiden Zahlen (der U-Wert) wird daher in W/m2K angegeben, was für die Anzahl der Watt (W) pro Quadratmeter (/m2) bei einem Temperaturunterschied von 1 Grad Kelvin (K) steht. Bezogen auf den Uw-Wert (in diesem Fall der U-Wert einer Glaskonstruktion) gibt dieser Wert an, wie viel Wärme zwischen den beiden Seiten der Glaskonstruktion pro Sekunde, pro m2 und pro Grad Temperaturunterschied verloren geht.

K-Wert

Der K-Wert oder das K-Niveau wird verwendet, um das Gesamtdämmniveau eines Gebäudes zu messen. Das K-Niveau wird auf der Grundlage der Dämmung der verschiedenen Komponenten (U-Werte) und der Kompaktheit des Hauses (Verhältnis von geschütztem Volumen zu Wärmeverlustfläche) berechnet. Je kompakter ein Haus ist, desto einfacher ist es, das gewünschte K-Niveau zu erreichen. Ein Reihenhaus lässt sich einfacher dämmen als eine freistehende Villa. Die Regierung legt die Standards für das K-Niveau fest. Dreifachverglasung und Aluminiumprofile mit thermischer Trennung sind eine solide Grundlage, um ein möglichst niedriges K-Niveau zu erreichen – was die beste Gebäudedämmung bedeutet.

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